Alles zur Balkonkraftwerk Einspeisevergütung

Alles zur Balkonkraftwerk Einspeisevergütung

Wenn du dich mit deinem Balkonkraftwerk beschäftigst, stößt du unweigerlich auf den Begriff der Einspeisevergütung. Die Idee klingt verlockend: Jede Kilowattstunde, die du nicht selbst verbrauchst, verkaufst du einfach an das öffentliche Netz. Aber bevor du jetzt schon die Dollarzeichen in den Augen hast, lass uns mal einen Realitätscheck machen. In der Welt der Mini-Solaranlagen ist die Vergütung nämlich oft mehr Papierkram als Profit.

Theoretisch steht dir das Geld zu. Praktisch entscheiden sich fast 99 % aller Nutzer bewusst dagegen. Warum das so ist und unter welchen Umständen es sich vielleicht doch für dich lohnen könnte, erfährst du hier.

Die nackten Zahlen: Was zahlt der Staat 2026?

Die Höhe der Einspeisevergütung ist kein fester Wert für die Ewigkeit, sondern sinkt laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) alle sechs Monate leicht ab. Für Anlagen, die zwischen dem 1. Februar 2026 und dem 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, liegt der Satz für die Teileinspeisung (also Eigenverbrauch + Rest ins Netz) bei 7,78 Cent pro kWh.

Zum Vergleich: Für den Strom, den du von deinem Versorger kaufst, zahlst du aktuell wahrscheinlich zwischen 30 und 40 Cent pro kWh. Es ist also ein riesiger Unterschied, ob du eine Kilowattstunde selbst nutzt und dadurch ca. 35 Cent sparst, oder ob du sie für mickrige 7,78 Cent verkaufst.

Warum die Vergütung oft zur Kostenfalle wird

Du denkst dir vielleicht: „Besser 7 Cent als gar nichts, oder?“ Ganz so einfach ist es leider nicht. Um die Vergütung überhaupt zu erhalten, musst du technische und bürokratische Hürden nehmen, die bei einem Balkonkraftwerk oft den Gewinn auffressen.

Der Zähler-Faktor

Für die Vergütung reicht ein einfacher rücklaufgeschützter Zähler nicht aus. Du benötigst zwingend einen Zweirichtungszähler, der genau misst, wie viel Strom rein- und wie viel rausgeht. Obwohl der Zählertausch oft kostenlos ist, verlangen viele Messstellenbetreiber eine höhere jährliche Messstellengebühr für diese digitalen Zähler – oft um die 20 Euro pro Jahr.

Die Rechenprobe

Ein typisches 800-Watt-System speist ohne Speicher vielleicht 400 kWh pro Jahr ungenutzt ein.

  • Einnahme: 400 kWh x 0,0778 € = 31,12 Euro.

  • Abzug: Höhere Zählergebühr (ca. 20 Euro) + Zeitaufwand für die Meldungen.

  • Ergebnis: Am Ende bleiben dir vielleicht 10 Euro Gewinn für ein ganzes Jahr voller Bürokratie.

Genau deshalb hat der Gesetzgeber mit dem Solarpaket I die „unentgeltliche Abnahme“ eingeführt. Du meldest dein System bei PluginEnergy einfach an, verzichtest offiziell auf die paar Cent und sparst dir dafür den kompletten Abrechnungs-Stress mit dem Netzbetreiber.

Wann die Einspeisung trotzdem Sinn ergibt

Es gibt eigentlich nur zwei Szenarien, in denen du über die Vergütung nachdenken solltest:

  1. Große Anlagen-Kombination: Wenn du bereits eine große PV-Anlage auf dem Dach hast und das Balkonkraftwerk als Ergänzung läuft. Hier ist die Infrastruktur (Zähler, Abrechnung) ohnehin vorhanden.

  2. Extremer Überschuss: Du hast eine Anlage mit hoher Leistung, bist aber fast nie zu Hause und hast keinen Speicher.

In allen anderen Fällen ist der Fokus auf den Eigenverbrauch der deutlich klügere Weg. Anstatt dem Netzbetreiber für 7 Cent Strom zu schenken, solltest du lieber darüber nachdenken, deine Grundlast zu decken oder deine Geräte dann laufen zu lassen, wenn die Sonne knallt.

Eigenverbrauch optimieren statt Cent hinterherjagen

Die wahre „Förderung“ deines Balkonkraftwerks ist die gesparte Stromrechnung. Wenn du deinen Eigenanteil erhöhen willst, schau dich bei den Speichersystemen um. Ein Akku sorgt dafür, dass du die 7 Cent gar nicht erst annehmen musst, weil du den Strom abends selbst verbrauchst und so die vollen 35 Cent pro kWh sparst.

Auch die Wahl der Hardware spielt eine Rolle. Mit effizienten PiE SOLARMODULE produzierst du auch bei diffusem Licht noch genug Energie, um deine Stand-by-Geräte zu versorgen, ohne dass Strom ins Netz „überläuft“.

Fazit: Die Freiheit des Verzichts

Die Einspeisevergütung ist für Balkonkraftwerke in 2026 eher ein Relikt aus alten Zeiten. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister ist zwar Pflicht, aber der Haken bei „Verzicht auf Vergütung“ ist meist die wirtschaftlichste Entscheidung, die du treffen kannst. Du tauschst ein paar Euro gegen absolute Ruhe vor dem Finanzamt und dem Netzbetreiber.

Möchtest du wissen, wie du die Anmeldung im Marktstammdatenregister in unter 5 Minuten erledigst, oder soll ich dir vorrechnen, wie schnell sich ein Speicher im Vergleich zur Einspeisung amortisiert?